Welche Kapitalerträge sind wann steuerpflichtig?

• Bigbank, den 2. Januar 2019

Steuerpflichtig Bigbank

"Die Frist zur Angabe der steuerpflichtigen Kapitalerträge rückt mit dem Jahreswechsel immer näher."

Alle Jahre wieder... kommt der Fiskus

Weihnachten gilt gemeinhin als die schönste Zeit des Jahres. Sparern fällt es jedoch mitunter schwer, sie gebührend zu genießen. Denn die Frist zur Angabe der steuerpflichtigen Kapitalerträge rückt mit dem Jahreswechsel immer näher. Davon betroffen sind vor allem Sparer, die Zinserträge im Ausland generieren, da diese in der Regel von der zuständigen Bank nicht automatisch an das Finanzamt weitergeleitet werden. Daher müssen Bigbank-Kunden aus Deutschland ihre steuerpflichtigen Zinserträge selbstständig beim Fiskus anmelden. Wir zeigen daher im Folgenden die wichtigsten Informationen dazu auf, damit Sie sich in der Weihnachtszeit nicht zu stark den Kopf darüber zerbrechen müssen.

Welche Kapitalerträge sind wann steuerpflichtig?

Kapital- beziehungsweise Zinserträge müssen nur in dem Jahr versteuert werden, in dem sie auch tatsächlich eingenommen wurden. Bei Festgeldverträgen mit jährlicher Zinsauszahlung müssen Sparer daher jedes Jahr steuerpflichtige Zinserträge anmelden. Bei einer Auszahlung bei Fälligkeit werden Zinserträge wiederum erst am Ende der Laufzeit generiert und steuerpflichtig.

"Wir zeigen daher im Folgenden die wichtigsten Informationen dazu auf, damit Sie sich in der Weihnachtszeit nicht zu stark den Kopf darüber zerbrechen müssen."

Aus steuerlichen Gründen kann es aber vorteilhaft sein, Zinsausschüttungen auf mehrere Jahre zu splitten. Denn mit dem Sparerpauschbetrag, ein Freibetrag bei der Einkommenssteuer, können Singles Kapitalerträge in Höhe von 801 Euro und Verheiratete 1.602 Euro von der Steuer befreien. Dafür muss ein sogenannter Freistellungsauftrag gestellt werden. Alle Kapitalerträge über den Sparerpauschbetrag hinaus werden dann zu einem Steuersatz von 25 Prozent versteuert – dazu kommen noch Solidaritätszuschlag und eventuell die Kirchensteuer.

Gewinne und Verluste aufwägen

Übrigens: Für die Grenze des Sparerpauschbetrags zählt die Summe der Erträge aus allen Kapitalanlagen, sowohl positive als auch negative. Zu letzteren zählen beispielsweise Verluste aus Kapitalanlagen, etwa mit Aktien oder auch dem Handel mit Kryptowährungen. Unter Umständen kann es daher aus steuerlichen Gründen ein günstiger Zeitpunkt sein, vor Abgabe der Steuererklärung Verluste im Depot zu realisieren, die bislang nur auf dem Papier standen.

Zusammenfassend ist es wichtig, dass Sie als Bigbank-Kunde Ihre steuerrelevanten Kapitalerträge aus Festgeldverträgen selbstständig beim Fiskus anmelden – selbst, wenn diese unterhalb des Sparerpauschbetrages liegen. Sollten Sie im laufenden Jahr keine Zinsausschüttung erhalten haben, gibt es – zumindest für ihre Bigbank-Festgelder – keinen Handlungsbedarf. Falls jedoch Kapitalerträge zu versteuern sind, macht es Sinn, den Freistellungsauftrag in Anspruch zu nehmen, um zumindest einen Teil Ihrer Erträge von der Steuerlast zu befreien

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