Wer möchte sein Geld schon so anlegen, dass es an Wert verliert?

• Bigbank, den 18. September 2018

Wer möchte sein Geld schon so anlegen, dass es an Wert verliert?

"Im Schnitt haben sie von 100 Euro von vor einem Jahr 80 Cent verloren."

Sparfehler Nummer 1: Die falsche Anlage

Bei vielen Bürgern läuft es mittlerweile so: Sie legen ihr Geld auf ein Sparbuch und Girokonto oder noch schlimmer: verstecken es in der heimischen Socke. Dieses Verhalten führt in der Regel dazu, dass sich Geld nicht vermehrt, sondern weniger wert wird. Die deutsche Bundesbank meldet zum ersten Mal seit sechs Jahren, dass in deutschen Privathaushalten negative Rendite erzielt werden. Und auch in Österreich wird das Vermögen meist nicht rentabel angelegt.

Sparer stehen sich selbst im Weg

Die Renditen deutscher Anleger lagen im ersten Quartal 2018 bei durchschnittlich minus 0,8 Prozent, wie die Bundesbank aktuell verkündet. Anders ausgedrückt: Im Schnitt haben sie von 100 Euro von vor einem Jahr 80 Cent verloren. Dabei ist die Erwirtschaftung von Renditen eines der Hauptziele beim Sparen. Dass Geld über einen längeren Zeitraum hinweg an Wert verliert, ist durch die Inflation ein natürlicher Prozess. Aus diesem Grund ist der Sparstrumpf Zuhause keine gute Idee – ganz abgesehen von anderen Risiken wie zum Beispiel Diebstahl. Wer sein Geld zur Bank bringt, möchte die Wertabnahme ausgleichen, denn normalerweise schwächen Zinsen zumindest einen Teil des Verlusts ab. Durch die anhaltenden Niedrigzinsen ist dies bei vielen Spar- und Anlageprodukte nicht mehr möglich, da die Zinsen die Inflation nicht mehr auffangen.

"Die deutsche Bundesbank meldet zum ersten Mal seit sechs Jahren, dass in deutschen Privathaushalten negative Rendite erzielt werden."

Auch im Jahresverlauf 2017 übertraf die Geldentwertung den durchschnittlichen Zinssatz. Trotzdem konnte eine positive Rendite von üblicherweise 1,4 Prozent erwirtschaftet werden. Dies zeigt, dass die Renditen auch von anderen Faktoren abhängen. Einen ganz elementaren Einfluss hat die Wahl der Anlageform. Traditionsgemäß setzen sowohl Deutsche als auch Österreicher auf Sparbücher, Bausparverträge und Lebensversicherungen – doch diese werfen kaum noch etwas ab. Aktieninvestoren dagegen fahren meist so hohe Gewinne ein, dass sie die Gesamtstatistik ausgleichen. Dabei sind sie jedoch einem deutlich höheren Risiko ausgesetzt. Im ersten Quartal kam es zu kräftigen Kursverlusten an den Börsen, sodass auch ihre Renditen sanken und das Verhalten der vorsichtigen Sparer nicht mehr kompensieren.

Viele Bürger suchen nach einem Kompromiss zwischen Sicherheit und einer positiven Geldwertentwicklung. Eine Alternative bietet Festgeld im Ausland. Bei besseren Zinskonditionen wird ein festgelegter Betrag auf einen bestimmten Zeitraum gebunden. Gerade beim Sparen auf langfristige Ziele, beispielsweise eine eigene Immobilie oder die Altersvorsorge, bietet sich das Konzept an.

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